Sekundärluftschall - Messung und Beurteilung
Knall- und Knackgeräusche im Mehrfamilienhaus analysiert
Bewohner eines Mehrfamilienhauses meldeten wiederkehrende Knall- und Knackgeräusche im Bereich eines angrenzenden Laubengangs. Im Verdacht standen verschiebbare Haltedorne, die konstruktionsbedingt zur Vermeidung von Wärmebrücken zwischen Laubengang und Wohngebäude eingesetzt wurden.
Ziel der Untersuchung war es, eindeutig nachzuweisen, welche Bauteile für die Geräusche verantwortlich und wie die Intensität und Häufigkeit der Belästigung für die Bewohner zu bewerten sind. Dies war insbesondere vor dem Hintergrund bestehender Gewährleistungsansprüche des Bauherrn von großer Bedeutung.
Mithilfe einer Dauermessung an mehreren der in Verdacht stehenden Haltedornen konnten ruckartig arbeitende Bolzen identifiziert werden. Parallel dazu zeichnete eine Luftschallmessstation die Lautstärke und Häufigkeit der Geräusche im angrenzenden Aufenthaltsraum auf. Insgesamt wurden dabei drei betroffene Bereiche lokalisiert.
Die Messergebnisse lieferten eine belastbare, objektive Grundlage zur Bewertung der Geräuschbelastung und ermöglichten dem Auftraggeber, seine Gewährleistungsansprüche gegenüber der Baufirma fundiert geltend zu machen.
